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Showing posts from January, 2022

Sonntag, 30. Januar - Peak Time-Pieks

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Vor einigen Wochen, es muss noch vor Weihnachten gewesen sein, hat Charlie in einem überfüllten Pub in Tower Hamlets gesagt, dass an einem normalen Arbeitstag mehr Menschen in London sind als in ganz Australien. Eine offizielle Quelle hat er nicht angegeben - ich habe aber auch nicht danach gefragt. Wer bin ich denn? Sein Dozent? Nein. Ich finde, die Tatsache, dass er aus Australien kommt und jetzt in London wohnt, muss reichen, um dieser Statistik Glauben zu schenken. Außerdem wäre es doch sehr unhöflich und gesprächserstickend, nicht mit Staunen, sondern direkt mit Zweifel auf eine so interessante Aussage zu reagieren. Und sind wir ehrlich: Was hätte ich davon gehabt, zu zweifeln? Für Charlie ging es bei dieser Aussage ja nicht darum, die haargenaue Anzahl Australier und in London Arbeitender zu vergleichen. Nein, es ging ihm schlicht darum, zu sagen, wie viel in London an einem Arbeitstag eben los ist. Ob das jetzt mehr, weniger oder gleich viele Menschen wie in Australien sind, ist...

Sonntag, 23. Januar - Keine Koffer im Berufsverkehr, oder: "Bye bye, Croydon"

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Es ist eigentlich nur ein einziger Buchstabe, der mich von einem Schüler, der jüngst während einer Deutschstunde laut und selbstbewusst rülpste, unterscheidet: Der Schüler ist ungezogen, ich hingegen bin umgezogen. Ohne zu wissen, ob das nun ein guter oder doch ein eher fader und etwas zu gewollter Einstieg in einen Blogeintrag ist, berichte ich hier - wie jede Woche - davon, was sich bei mir in London in den letzten 7 Tagen so zugetragen hat.  Wie schon erwähnt, habe ich mir für diese Woche meinen Umzug vorgenommen. Umziehen ist für mich seit Beginn der Pandemie eine Art Hobby geworden. Meine neue Wohnung in Shoreditch ist die fünfte Wohnung, in der ich seit April 2020 lebe. Mein neues Zimmer ist klein, mehr als ein Bett, ein Kleiderständer und ein kleiner Nachttisch - im Übrigen nicht zu verwechseln mit einem kleinen Nachtisch , wie etwa einer Mousse au Chocolat oder einer Portion Tiramisu, passen hier nicht rein. Aber das macht nichts, denn die Wohnung hat ein kleines Wohnzimmer...

Sonntag, 16. Januar - Nachts um zwölf, schweißgebadet

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Nach drei wunderbaren Wochen in Deutschland bin ich wieder in Croydon. Das heißt auch, dass es heute, nach anderthalb Wochen auf der Insel, mal wieder Zeit für einen neuen Blogeintrag ist. Nun gut. Dann mal los. Laut Plan soll ich am Mittwoch um 22:20 in London ankommen, also praktisch in 'London landen', oder - wie die Briten das aussprechen würden - 'in Landn landn'. Wobei, das ist ja auch Blödsinn, denn Briten würden wohl kaum, egal was ihr Dialekt nun mit ihnen anstellt, das Wort 'landen' verwenden. Wie dem auch sei, am Mittwoch gegen elf Uhr nachts verlasse ich den Flughafen Gatwick und steige in den Zug Richtung Croydon ein. So richtig leicht fällt mir das alles nicht. Drei Wochen war ich eigentlich keine Sekunde alleine, hatte durchgehend Freunde um mich rum, und schwuppdiewupp (ein ulkiges Wort, wenn es so ausgeschrieben da steht, oder?) sitze ich ganz alleine in meinem Zimmer in Südlondon. Die ersten paar Tage habe ich damit echt zu kämpfen.  Samstagmit...